Vergleich von Google und Bing für Sichtbarkeit und Indexierung
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Suchmaschinen

Teil von Suchmaschinen Sichtbarkeit verbessern: Leitfaden für Technik, Inhalte und Signale

Suchmaschinen Sichtbarkeit: Google oder Bing im Vergleich für deutsche Websites

Google oder Bing im Vergleich: Marktanteile in Deutschland, Webmaster Tools, IndexNow und Optimierungsaufwand für die Sichtbarkeit deutscher Websites.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Google kommt in Deutschland laut StatCounter auf über 90 Prozent Marktanteil, Bing auf rund 4 Prozent.
  • Bing vergibt Sichtbarkeit über eigene Webmaster Tools, eigene Richtlinien und das Einreichungsprotokoll IndexNow.
  • Google führt Seitenstatus und Indexierungsgründe im Bericht zur Seitenindexierung der Search Console zusammen.
  • Der Zusatzaufwand für Bing bleibt gering, weil Inhalte, Technik und Seitenstruktur für beide Suchmaschinen gleich aufgebaut werden.
  • Leistungen und Kosten externer Optimierung lassen sich über den Agenturvergleich des BVDW einordnen.

Marktanteile in Deutschland: Google führt, Bing bleibt deutlich dahinter

StatCounter misst für Deutschland seit Jahren ein stabiles Bild. Google liegt bei über 90 Prozent Marktanteil, Bing bei etwa 4 Prozent. Auf Bing entfallen damit rund vier von hundert Suchanfragen. Der Abstand zwischen beiden Anbietern beträgt mehr als das Zwanzigfache.

Marktanteile in Deutschland

  • 90Google
  • 4Bing

Die übrigen Anteile verteilen sich auf Anbieter wie DuckDuckGo, Ecosia und Yahoo. Für Marketingverantwortliche heißt das: Google bestimmt die Sichtbarkeit einer deutschen Website, Bing ergänzt sie. Wer seine Strategie auf Deutschland ausrichtet, plant Google zuerst und Bing als Zusatzkanal.

Bing erreicht Nutzer über Windows, den Edge-Browser und die Microsoft-Suche. Diese Zugänge sind in Unternehmen und auf Desktop-Arbeitsplätzen häufiger anzutreffen als im privaten Mobilbereich. Wer Entscheider in Firmennetzen ansprechen will, gewinnt dort zusätzliche Kontakte, ohne die Google-Präsenz zu verändern.

Google und Bing im direkten Vergleich

Die folgende Übersicht stellt Werkzeuge, Indexprüfung und Einreichungswege gegenüber.

Google

Marktanteil in Deutschland
über 90 Prozent (StatCounter)
Webmaster-Werkzeuge
Search Console
Indexprüfung
Bericht zur Seitenindexierung je URL
Einreichung neuer URLs
Indexierung in der Search Console anfordern
Richtlinien
Spam-Richtlinien für Webseiten

Bing

Marktanteil in Deutschland
rund 4 Prozent (StatCounter)
Webmaster-Werkzeuge
Bing Webmaster Tools
Indexprüfung
Index Explorer für einzelne URLs
Einreichung neuer URLs
URL-Einreichung und IndexNow
Richtlinien
Webmaster Guidelines

Eine gute Google-Position überträgt sich nicht automatisch auf Bing. Beide Systeme bewerten Signale eigenständig und führen unterschiedliche Wettbewerber im Index. Gemeinsam sind ihnen erreichbare Seiten, eigenständige Inhalte und eine klare technische Struktur.

Werkzeuge: Search Console gegen Bing Webmaster Tools

Die Google Search Console führt Statusmeldungen je URL zusammen. Der Bericht zur Seitenindexierung listet Gründe, wenn eine Seite nicht aufgenommen wurde: Weiterleitungen, noindex-Angaben oder Duplikate ohne kanonische Auszeichnung.

Die Funktionen der Bing Webmaster Tools für Indexierung und Sichtbarkeit umfassen Sitemap-Verwaltung, Crawling-Berichte und eine eigene Indexprüfung.

Beide Oberflächen sind kostenlos. Google trennt Indexierung, Crawling und Nutzerfreundlichkeit, Bing fasst Index- und Crawling-Daten in einem Dashboard zusammen. Wer nur eine Oberfläche pflegt, sieht Fehler der anderen nicht.

Indexierung: IndexNow bei Bing, Sitemap und Verlinkung bei Google

Bing unterstützt IndexNow, ein Protokoll, bei dem die Website Änderungen selbst an die Suchmaschine übermittelt. Alternativ lassen sich einzelne URLs manuell einreichen; die Hilfe beschreibt die URL-Einreichung zur schnelleren Indexierung bei Bing.

Google hat IndexNow bislang nicht für die Websuche übernommen. Dort führen XML-Sitemaps, interne Verlinkung und die Anforderung der Indexierung in der Search Console zur Aufnahme neuer Seiten.

Keine Schnittstelle garantiert die Aufnahme in den Index. Bing prüft jede Seite anhand seiner Webmaster-Richtlinien, Google anhand seiner Spam-Richtlinien. Wer täglich veröffentlicht, profitiert von IndexNow; wer selten ändert, kommt mit einer gepflegten Sitemap aus.

Rankingfaktoren: dokumentierte Grundlagen, keine Gewichte

Weder Google noch Bing veröffentlichen, wie stark einzelne Signale in die Bewertung einfließen. Beide nennen in ihren Hilfen Inhaltsqualität, technische Zugänglichkeit, Seitenstruktur und Verlinkung als Grundlage.

Unterschiede zeigen sich bei den Schwerpunkten der Dokumentation. Bing nennt in seinen Webmaster-Richtlinien eindeutige Seitentitel, klare Struktur und relevante Inhalte. Google stellt den Seitenindexierungsbericht und die Gründe für Nicht-Indexierung in den Vordergrund.

Für die Sichtbarkeit bleibt Google der Taktgeber: Was nicht indexiert ist, erscheint weder in den Treffern noch in KI-Übersichten. Bing beantwortet Anfragen zusätzlich über Copilot.

Aufwand und Kosten für deutsche Websites

Der Zusatzaufwand für Bing folgt einer festen Reihenfolge. Er lässt sich einmalig einrichten, danach genügt die laufende Kontrolle.

  1. Website in der Google Search Console und in den Bing Webmaster Tools verifizieren.
  2. XML-Sitemap bei beiden Anbietern einreichen und im Bericht auf Fehler prüfen.
  3. IndexNow für Bing aktivieren, wenn sich Inhalte häufig ändern.
  4. Indexstatus einzelner URLs in beiden Werkzeugen stichprobenartig kontrollieren.
  5. Suchanfragen, Klicks und Impressionen monatlich gegenüberstellen.

Kosten entstehen vor allem durch Inhalte und Technik, nicht durch die zweite Suchmaschine. Für externe Unterstützung veröffentlicht der BVDW einen Agenturvergleich zu Kosten und Leistungen von SEO-Agenturen.

Häufige Fragen

Lohnt sich Bing für deutsche Websites?

Bei rund 4 Prozent Marktanteil erreicht Bing etwa jeden zwanzigsten Suchenden. Der Zusatzaufwand ist gering, weil keine eigene Inhaltsstrategie nötig ist. Für Angebote, die auf Windows- und Office-Umgebungen zielen, ist der erreichbare Anteil höher als im privaten Mobilbereich.

Wie schnell nimmt Bing neue Seiten auf?

Bing empfiehlt Sitemaps und die Einreichung einzelner URLs. IndexNow übermittelt Änderungen sofort, eine Aufnahme in den Index ist damit nicht garantiert. Die Prüfung des Indexstatus ist über den Index Explorer möglich.

Welche Werkzeuge brauche ich für beide Suchmaschinen?

Für Google die Search Console, für Bing die Bing Webmaster Tools. Beide sind kostenlos. Die Verifizierung läuft über eine Datei auf dem Server, ein Meta-Tag im Seitenkopf oder einen DNS-Eintrag.

Unterscheiden sich die Rankingfaktoren?

Gewichtungen veröffentlicht keine der beiden Suchmaschinen. Beide nennen Inhaltsqualität, technische Zugänglichkeit und Verlinkung. Bing beschreibt in seinen Richtlinien zusätzlich Anforderungen an Titel, Struktur und Inhalte.

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